Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Job Search Effort during Unemployment: Insights from New Data and Theory

Projektherkunft

IAB-Projekt

Projektleiterin / Projektleiter

  • Heining, Jörg
  • Schmieder, Johannes F. (Boston University, Department of Economics)

Mitarbeiterin / Mitarbeiter

  • DellaVigna, Stefano (University of California, Berkeley, Department of Economics)
  • Trenkle, Simon

Projektstart

Januar 2017

Projektende

Dezember 2019

Kurzbeschreibung

Das Projekt untersucht die Mechanismen, welche zu einer negativen Anreizwirkung durch Arbeitslosenversicherung führen. Dabei soll insbesondere der starke Anstieg in der Wiedereinstellungswahrscheinlichkeit, der bei Ende der Anspruchsdauer zu finden ist untersucht werden. Verschiedene Theorien –mit unterschiedlichen Politikimplikationen- wurden in der Vergangenheit vorgebracht um diesen Anstieg zu erklären, bisher gibt es jedoch kaum Evidenz dazu, welche dieser Theorien die Realität am besten beschreibt. Ziel des Projekts ist es, diese Theorien mittels Informationen zum Suchverhalten gegeneinander zu testen und damit politikrelevante Informationen darüber wie Arbeitslose auf das Ablaufen der Anspruchsdauer reagieren zu erhalten. Die zentrale Innovation des Projekts besteht darin, eine zielgerichtete Umfrage in Deutschland mit Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit (BA) durchzuführen. Die Umfrage basiert auf einer SMS-Befragung durch die detaillierte hochfrequente Daten zum Suchverhalten von Arbeitslosen über einen längeren Zeitraum hinweg erhoben werden. Diese Informationen werden mit deutschen Sozialversicherungsdaten verknüpft um zusätzliche Informationen zu erhalten was es erlaubt Kosten zu minimieren und die Datenqualität zu erhöhen. Die Befragung richtet sich an Personen mit kurzen Beschäftigungsdauern, bei denen sich die Anspruchsdauer an verschiedenen Schnittstellen sprunghaft erhöht. Dies erlaubt präzise Schätzungen von kausalen Effekten unter Verwendung eines RD Designs.
 

Projektmethode

Hoch-Frequenz Daten zur Arbeitssuche, die mittels SMS- Befragung gewonnen werden, sollen in einer eigenen Umfrage erhoben und mit den Prozessdaten der BA verknüpft werden. Die darauffolgende ökonometrische Analyse basiert auf einem Regression Discontinuity (RD) Design. Die sprunghafte Ausweitung der Anspruchsdauer dient als natürliches Experiment und ermöglicht es, den Einfluss der Anspruchsdauer auf in der Befragung gewonnene Charakteristika (insbesondere das Suchverhalten) zu untersuchen. Durch Informationen über Arbeitslosengeld Empfänger, die von ITM sehr zeitnah bereitgestellt werden können, wird eine zielgenaue Befragung sichergestellt. Dies ermöglicht es insbesondere Personen kurz vor Ende Ihrer Anspruchsdauer zu befragen.
 

Projektziel

Das Projekt soll untersuchen, durch welche Kanäle die Anspruchsdauer auf Arbeitslosengeld die Verweildauer in Arbeitslosigkeit erhöht.
 

Beteiligte Institute

  • Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit
  • Boston University, Department of Economics
  • University of California, Berkeley, Department of Economics

Projektstatus

Laufend
 

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