Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Chancen- und Entgeltgleichheit in Betrieben mit weniger als 200 Beschäftigten

Projektherkunft

IAB-Projekt

Projektleiterin / Projektleiter

Mitarbeiterin / Mitarbeiter


Projektstart

März 2017

Projektende

Juli 2017

Kurzbeschreibung

Hintergrund des Projektes ist die in Deutschland nach wie vor bestehende Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Zwar ist ein großer Teil des sogenannten Gender Pay Gaps dadurch zu erklären, dass Frauen häufiger in Teilzeit erwerbstätig sind, eher ihre Erwerbstätigkeit aufgrund familiärer Umstände unterbrechen und seltener in gut bezahlten Führungspositionen bzw. den Hochlohnbranchen der Industrie beschäftigt sind. Doch selbst bei identischer Qualifikation und Tätigkeit verdienen Frauen auf den gleichen Positionen wie Männer durchschnittlich immer noch weniger.

Um das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ stärker voranzubringen, soll 2017 ein Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen in Kraft treten. Es sieht unter anderem vor, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Firmen mit mehr als 200 Beschäftigten von ihren Arbeitgebern Auskunft darüber verlangen können, wie viel Geld ihre Kolleginnen und Kollegen in vergleichbaren Positionen verdienen.

Ziel des Projektes, das im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) durchgeführt wird, ist die Untersuchung der Entgelt- und Chancengleichheit von Frauen und Männern. Dabei soll ein Vergleich hergestellt werden zwischen kleinen Betrieben, für die das Gesetz nicht gelten wird, und großen Betrieben. Von Interesse sind insbesondere die Höhe des Gender Pay Gaps in kleinen Betrieben, die von Betrieben eingesetzten Entgeltregelungen und Arbeitsbewertungsverfahren und die eventuell bestehenden Unterschiede nach Branchen oder dem Vorhandensein von Betriebsräten sowie die Rolle von Unternehmenswerten in Bezug auf Frauenförderung und Chancengleichheit.

Projektziel

Mehr als zwei Drittel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind in Betrieben mit weniger als 200 Beschäftigten angestellt. Um diese große Gruppe nicht aus dem Blick zu verlieren, soll mit dem Linked-Personnel-Panel (LPP) und dem IAB-Betriebspanel die Entgelt- und Chancengleichheit in klein- und mittelständischen Betrieben untersucht werden.

Geldgeber

  • Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Beteiligte Institute

  • Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit

Projektstatus

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