Personen- und Haushaltsdaten im FDZ
Im Forschungsdatenzentrum (FDZ) der BA im IAB stehen zur Zeit verschiedene Personen- und Haushaltsdaten zur Verfügung:
IAB-Beschäftigtenstichproben (IABS)
BA-Beschäftigtenpanel (BAP)
Stichprobe der Integrierten Erwerbsbiografien des IAB (IEBS)
Querschnittsbefragung „Lebenssituation und Soziale Sicherung 2005“ (LSS 2005)
Panel "Arbeitsmarkt und soziale Sicherung" (PASS)
Kundenbefragung zur Analyse von Organisationsformen im SGB II 2007/08
Weitere Personendaten
Obwohl die Daten der IABS und des BA-Beschäftigtenpanels aus der gleichen Datenquelle, den Beschäftigungsmeldungen der Arbeitgeber, stammen, unterscheiden sie sich in zwei bedeutenden Aspekten: Zum einen durchlaufen die Ursprungsdaten verschiedene Verfahren zur Generierung der beiden Datensätze. Zum anderen umfassen die beiden Datenbasen unterschiedliche Zeiträume und -dimensionen:
IAB-Beschäftigtenstichproben (IABS):
Die einzelnen Versionen der IAB-Beschäftigtenstichprobe sind 1%- bzw. 2%-Stichproben aus der Beschäftigten-Historik des IAB, ergänzt um Daten aus der Leistungsempfänger-Historik des IAB. Da die IAB-Beschäftigtenstichprobe im Vergleich zum BA-Beschäftigtenpanel mit größerer zeitlicher Verzögerung aktualisiert wird, können auch verspätet eingetroffene Beschäftigungsmeldungen der Arbeitgeber noch einbezogen werden. Die Stichproben bieten jeweils kontinuierliche Verlaufsdaten zur sozialversicherungspflichtigen Erwerbsgeschichte und zum Bezug von Arbeitslosengeld, -hilfe oder Unterhaltsgeld und eignen sich dementsprechend insbesondere zur Analyse von Erwerbsverläufen und Leistungsbezugsbiographien. Zudem sind in den Datensätzen auch einige betriebliche Merkmale enthalten.
BA-Beschäftigtenpanel (BAP):
Das BA-Beschäftigtenpanel ist eine 2%-Stichprobe aus den Quartalsdaten der Beschäftigtenstatistik. Hier steht die Aktualität im Vordergrund, sodass Meldungen, die nachträglich eingereicht werden, nicht berücksichtigt werden können. Da es pro Quartal nur Daten zu einem Stichtag gibt, bieten sich hier Querschnittsuntersuchungen sowie Zeitreihen-, Panel- und Kohortenanalysen an. Das BA-Beschäftigtenpanel repräsentiert zudem die amtliche Statistik der BA, während die IABS auf Grund des anderen Erstellungsverfahrens abweichende Daten enthält. Auch das BA-Beschäftigtenpanel beinhaltet neben den Individualmerkmalen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einige wenige Informationen zu den Betrieben. Des Weiteren werden Arbeitslosigkeit und Maßnahmeteilnahmen einbezogen. Allerdings handelt es sich hierbei nur um zwei Merkmale zum jeweiligen Quartalsstichtag.
Ausführlichere Informationen zu den Unterschieden zwischen IABS und BA-Beschäftigtenpanel finden Sie bei:
Koch/Meinken, 2003: Das Beschäftigtenpanel der Bundesanstalt für Arbeit. In: ZA-Informationen 52, S.159-170
Stichprobe der Integrierten Erwerbsbiografien des IAB (IEBS):
Die Stichprobe der Integrierten Erwerbsbiografien des IAB (IEBS) basieren wie die IABS auf den Historikdaten des IAB zu Beschäftigten und Leistungsempfängern. Jedoch werden hier noch weitere Datenquellen (Maßnahme-Teilnehmer-Gesamtdatenbank und Bewerberangebotsdaten) integriert. Somit beinhaltet die IEBS zeitraumbezogene Daten zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, Leistungsempfänger/innen, Arbeitssuchenden, Arbeitslosen und Maßnahmeteilnehmer/innen. Damit können Erwerbsverläufe detaillierter als bisher abgebildet werden. Zudem sind mit der IEBS umfassende Analysen der aktiven Arbeitsmarktpolitik möglich. Die Spells zu Maßnahmeteilnahmen umfassen in hoher Fallzahl ABM, SAM, EGZ, UEG, ExGZ, FF, FBW, DSL und ESF-Förderung.
Querschnittsbefragung „Lebenssituation und Soziale Sicherung 2005“ (LSS 2005)
Die Querschnittsbefragung „Lebenssituation und Soziale Sicherung 2005“ (LSS 2005) wurde zwischen November 2005 und März 2006 vom Institut für Angewandte Sozialwissenschaft GmbH (infas) im Auftrag des IAB durchgeführt. Hierzu wurden 20.832 Personen befragt, die von der Hartz IV-Reform betroffen waren. Zu diesem Personenkreis zählen: Arbeitslosenhilfe- bzw. Sozialhilfeempfänger im erwerbsfähigen Alter (15-64 Jahre), die im Dezember 2004 arbeitslos bzw. arbeitsuchend gemeldet waren, sowie erwerbsfähige hilfebedürftige Personen im Alter von 15-64 Jahren, die im Januar 2005 arbeitslos bzw. arbeitsuchend gemeldet waren und Arbeitslosengeld II (ALG II) nach SGB II bezogen haben.
Die LSS 2005 zeichnet sich dadurch aus, dass hiermit der einzige Datensatz vorliegt, der Auswertungen der betroffenen Personenkreise unmittelbar nach der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe mit Einführung des SGB II ermöglicht.
Panel "Arbeitsmarkt und soziale Sicherung" (PASS)
Mit dem Panel "Arbeitsmarkt und soziale Sicherung" (PASS) baut das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) einen neuen Datensatz für die Arbeitsmarkt-, Sozialstaats- und Armutsforschung in Deutschland auf. PASS ist eine neue zentrale Quellen für die Untersuchung des Arbeitsmarkts, der Armut und der Situation von SGB-II-Leistungsempfängern. Das Fragenspektrum ist breit und handelt sehr detailliert die Themen Beschäftigung und Arbeitslosigkeit ab. Es werden auch umfangreich soziodemographische Merkmale und subjektive Indikatoren (wie Zufriedenheit, Ängste und Sorgen, Erwerbsorientierung) erhoben. Mit nahezu 19.000 befragten Personen in über 12.500 Haushalten (1. Welle 2006/2008) ist PASS einer der größten Panelbefragungen in Deutschland. Das Panel wird jährlich durchgeführt.
Kundenbefragung zur Analyse von Organisationsformen im SGB II 2007/08
2005 wurde mit der Einführung des SGB II auch die Aufgabenwahrnehmung für die Betreuung der betroffenen Personen neu geregelt. Für die Betreuung wurde kein einheitliches Modell entwickelt, sondern es stehen unterschiedliche Organisationsformen (Träger) im Wettbewerb, die nach dem Gesetz (§6c SGB II) evaluiert werden sollten. Ein großer Forschungsverbund führte dazu umfangreiche Erhebungen bei den Trägern und deren SGB II-Kunden durch. Die Besonderheit der dabei entstandenen Kundenbefragung liegt in der Verknüpfung der Angaben der Befragten mit einer Vielzahl von Informationen zum Träger (Organisation, Strategien, Arbeitsmarktkennzahlen). Darüber hinaus werden Aktivierungsmaßnahmen der Träger und deren Erfolg bei den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ausführlich abgefragt. Daneben sind detaillierte Fragen zur Lebenssituation und Erwerbsbiografie der SGB II-Kunden sowie ein Instrument zur Messung von Beschäftigungsfähigkeit enthalten. Die Befragung ist für die 154 ausgewählten SGB II-Träger repräsentativ.
Weitere Personendaten:
Neben den oben genannten Personendaten sind Informationen zu Beschäftigten auch in den Integrierten Betriebs- und Personendaten des FDZ verfügbar.
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