Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
Kundenbefragung zur Analyse von Organisationsformen im SGB II 2007/08
Datenquelle:
Die Kundenbefragung zur Analyse von Organisationsformen im SGB II 2007/08 und die Auswahl der Träger-Informationen aus den weiteren Erhebungen des §6c-Forschungsverbundes wurde durchgeführt vom ZEW – Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, Mannheim, IAQ – Institut für Arbeit und Qualifikation, Universität Duisburg-Essen, und TNS Emnid, Bielefeld. Das SEW – Schweizerisches Institut für Empirische Wirtschaftsforschung fungierte als Berater.
Insgesamt wurden Daten zu 24.422 Personen erhoben, die in drei verschiedenen Datensätzen zur Verfügung stehen:
- Panel: Für 12.727 Teilnehmer liegen Paneldaten für zwei Befragungszeitpunkte vor.
- Querschnitt 2007: In einem weiteren Datensatz stehen 20.422 Fälle als Querschnitt der 2ten Befragungswelle zur Verfügung (12.727 Panelteilnehmer plus 7.695 „Auffrischer“ aus der Grundgesamtheit).
- Neuzugänge 2007: In einem dritten Datensatz sind 4.000 „Neuzugänge von SGB II – Leistungsbeziehern im Herbst 2007“ enthalten, die für einen Vergleich mit der Zugangskohorte des Paneldatensatzes genutzt werden können.
Neben diesen Haupterhebungen sind zusätzlich Merkmale aus weiteren vom Forschungsverbund durchgeführten quantitativen und qualitativen Erhebungen bei den Trägern sowie amtliche Regionalstatistiken und prozessproduzierte Erwerbsbiografien der Befragungsteilnehmenden enthalten. Die Befragung ist für die 154 ausgewählten SGB II-Träger repräsentativ.
Inhalte:
2005 wurde mit der Einführung des SGB II auch die Aufgabenwahrnehmung für die Betreuung der betroffenen Personen neu geregelt In den meisten Kreisen wurden die sogenannten Arbeitsgemeinschaften „ARGEN“ aus kommunalen Trägern und der Agentur für Arbeit eingeführt. Das neue Gesetz enthält jedoch auch eine Experimentierklausel, sodass in 69 Kreisen die kommunalen Träger alleine die Betreuung übernommen haben (optierende Kommunen). Diese unterschiedlichen Organisationsformen sollen nach dem Gesetz (§6c SGB II) evaluiert werden. Ein großer Forschungsverbund führte dazu umfangreiche Erhebungen bei den Trägern und deren SGB II-Kunden durch.
Die Datensätze sind konzipiert zur Untersuchung von folgenden Fragen:
- Welche Organisationsformen und Aktivierungsstrategien der SGB II - Träger begünstigen den Abgang aus Hilfebedürftigkeit bzw. aus Arbeitslosigkeit in bedarfsdeckende oder nicht bedarfsdeckende Erwerbstätigkeit?
- Wie ist der Einfluss der Kombination von aktivierenden Maßnahmen, aber auch Sanktionen, auf die Entwicklung der Beschäftigungsfähigkeit von Hilfebedürftigen?
- Wie werden die Träger der Grundsicherung und deren praktische Umsetzung des Prinzips „Fördern und Fordern“ durch die Betroffenen bewertet?
Ein breites Spektrum von soziodemographischen Merkmalen (u. a. detaillierte Angaben zum Migrationshintergrund) und Informationen zur Lebenslage sowie Erwerbsbiografie und –orientierung erlaubt differenzierte Vergleichsgruppenanalysen.
Genauere Informationen zu den Daten entnehmen Sie bitte der Kurzbeschreibung. Die Fragebögen, den FDZ Datenreport sowie Häufigkeitsauszählungen zum Datensatz finden Sie unter Arbeitshilfen.
Die Daten wurden als Scientific Use Files aufbereitet und können über das FDZ bezogen werden. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in der Rubrik Datenzugang.